Warped Tour

Bei der Warped Tour handelte es sich um ein Punk und Extremsport Festival, welches im Jahre 1994 erstmals ausgerichtet wurde. Die Idee hierzu hatte Kevin Lyman, der eine Tournee ausrichten wollte, die Extremsportarten, wie Skateboard Veranstaltungen und Musik miteinander verbindet.

Der Name Warped stammt dabei von dem ehemaligen Warp-Magazin, welches sich mit den Themen Surfen, Skaten, Snowboarden und Musik befasste, jedoch nicht lange auf dem Zeitschriftenmarkt existierte und so wieder eingestellt wurde.

Ursprünglich sollte das Festival unter dem Namen „The Bomb“ ausgerichtet werden, was allerdings nach einem Anschlag auf das Murrah Federal Building in Oklahoma City, im April 1995, wieder verworfen wurde, da man negative Pressereaktionen befürchtete.

So werden die Veranstaltungen seit der ersten Auflage im Jahr 1994 unter dem Namen Warped Tour ausgerichtet und finden, mit Ausnahme von 1996, stets auf einem Outdoor Gelände statt.

1998 wurde die Warped Tour dann erstmals international ausgerichtet, wobei erstmals auch Konzerte in Kanada, Europa, Australien und in Japan gespielt wurde. 1999 kam außerdem noch Neuseeland zu den Ländern hinzu, in denen die Warped Tour ausgerichtet wurde.

Ab dem Jahr 2006 widmeten sich die Organisatoren dann immer mehr dem Thema Umweltschutz, sodass die Busse der Bands von da an mit Öko-Diesel betankt wurden, wodurch der Petroleum-Verbrauch in der Folge um bis zu 30 % gesenkt werden konnte. Zudem befand sich unter den verwendeten Bühnen auch eine solche, die komplett per Solarenergie betrieben werden konnte und auf der pro Show zwischen acht und zehn Interpreten auftreten konnten. Auf diese Weise wurde der Energieverbrauch der Warped Tour nochmals stark gesenkt, was besonders der Umwelt zugutekam.

Zwischen 2009 und 2011 spielten die Teilnehmer auf der Warped Tour, die während dieser Zeit nur in Nordamerika stattfand, die Konzerte dann ausschließlich auf einer einzigen Bühne, was den Interpreten ermöglichte pro Konzert mindestens 40 Minuten zu spielen. Zuvor spielten die Bands noch auf zwei Bühnen, wodurch diese nur eine Spielzeit von rund 30 Minuten hatten.

Dieses Konzept wurde allerdings im Jahre 2012 wieder verworfen und seitdem spielten die Bands wieder auf zwei Bühnen, mit einer maximalen Spielzeit von 35 Minuten. Zudem fanden die Konzerte der Warped Tour 2012 auch erstmals wieder außerhalb von Nordamerika statt.

Es folgten Auftritte in mehreren Städten in Europa und Australien im Jahr 2013, wobei die Konzerte in Europa von dem britischen Konzertveranstalter „Kilimanjaro Live“ organisiert und vermarktet wurden.

Neben den beteiligten Bands und Interpreten traten im Rahmen der Warped Tournee zudem immer auch Extremsportler auf und es wurden Halfpipes für Skater und Biker angeboten. Daneben befand sich auf dem riesigen Tour-Gelände auch stets ein Bereich, in dem die Besucher Merchandise-Artikel erwerben konnten.

Im November 2017 wurde jedoch dann verkündet, dass die Warped Tour im Jahr 2018 letztmals ausgerichtet wird, wofür als Gründe sowohl die nachlassenden Ticketverkäufe als auch die geringe Anzahl nachkommender Bands genannt wurden. In Zukunft sollen laut Kevin Lyman einzelne Konzerte unter dem Namen Warped ausgerichtet werden.